Wie Sie helfen können den CO2-Austausch in Indien zu verringern

Seit die Klimadebatte in vollem Gange ist, gibt es zunehmend Angebote den eigenen CO2-Austausch zu kompensieren. Doch nicht alles ist generell als umweltfreundlich und grün zu bewerten. Jede/r, der sich mit diesem Thema beschäftigt und etwas tun möchte, ist auf dem richtigen Weg, doch ist es wichtig, sich im Vorfeld gründlich zu informieren.

CO2-Kompensation bedeutet, dass ein Unternehmen oder auch ein Privathaushalt ein CO2-einsparendes Projekt finanziell unterstützt und dafür Zertifikate erhält, die das Unternehmen oder den Privathaushalt wiederum dazu berechtigen eine bestimmte Menge an Treibhausgasen zu produzieren. Der Vorteil dieses Prinzips ist, dass Emissionen dort eingespart werden, wo es wirtschaftlich am günstigsten und am leichtesten umsetzbar ist. Denn wo auf der Welt CO2 eingespart wird, ist unerheblich. Wesentlich ist nur, dass der Ausstoß an CO2 in den nächsten Jahren stark zurückgeht. So kann ein Unternehmen beispielsweise den Bau eines Windparks in Indien, wo ansonsten ein Kohlekraftwerk gebaut worden wäre, finanziell unterstützen. Wichtig ist hier der Aspekt der Zusätzlichkeit: Das Projekt darf nur deshalb umgesetzt werden, weil es die zusätzliche Finanzierung durch das CO2-kompensierende Unternehmen erhält. Wenn diese Voraussetzung nicht gewährleistet ist, steigen aus globaler Sicht die Emissionen, da ein Vorhaben nicht durch ein CO2-reduzierendes ersetzt, sondern zusätzlich realisiert wurde.

Vor der Entscheidung für eine CO2-Kompensation ist es also wichtig abzuwägen, ob im eigenen Unternehmen bereits alle Anstrengungen unternommen wurden, den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern oder gar zu vermeiden. Denn nur, wenn in diesen Bereichen alle Möglichkeiten der CO2-Einsparung ausgeschöpft wurden, hat man alles getan, um die persönliche CO2-Bilanz zu optimieren. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen kann es dann sinnvoll sein, in ein Projekt zur CO2-Kompensation wie dem WWF Gold Standard zu investieren.

Der WWF Gold Standard - stark machen für eine gute Sache

Der World Wide Fund for Nature (WWF) ist laut eigenen Angaben eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen weltweit. Seit gut 45 Jahren steht der WWF für die Bewahrung der biologischen Vielfalt, um einen lebendigen Planeten für uns und unsere Kinder zu erhalten.

2003 hat der WWF gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen den Gold Standard für Unternehmen (und Privathaushalte) entwickelt. So kann ein Unternehmen Zertifikate erwerben und helfen, CO2-freundliche Projekte in anderen Teilen der Welt zu realisieren. Gespart werden kann dort, wo eine CO2-Einsparung leichter umzusetzen ist. Denn wo auf der Welt CO2 eingespart wird, ist für das Gesamtergebnis unerheblich.

Mit dem Gold-Standard schaffte der WWF mit seinen Partnern ein Pendant zu dem bereits existierenden 'Clean Development Mechanism' (CDM), einem staatlichen Programm, das im Rahmen des Kyoto-Protokolls ins Leben gerufen wurde. Nach Angaben des WWF berge der CDM jedoch einige Schwachstellen, die mit der Entwicklung des Gold Standards behoben worden seien. So ist es nicht nur Ziel des Gold-Standards sicherzustellen, dass Kompensationsprojekte auch tatsächlich zu einer Reduktion von Treibhausgasen in anderen Ländern führen. Darüber hinaus sollen diese Projekte dazu beitragen, eine nachhaltige Entwicklung der jeweiligen Länder und ihrer Bevölkerung>zu fördern.[1]

[1] Vergleiche Quelle: http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/WWF_Hintergrundpapier-_IPCC.pdf